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Mit Köpfchen die Folgen einer Verletzung minimieren So können Sie schneller wieder mit dem Training beginnen Das unbedingte
Vertrauen darauf, wieder vollständig zu genesen und die Triathlonaktivitäten wieder aufnehmen zu können, ist der mit Abstand wichtigste mentale Faktor, der eine vollständige Heilung begünstigt. Mangelndes
Vertrauen in dieser Hinsicht kann einen Athleten in tiefe Verzweiflung stürzen, was die Rehabilitation verlangsamt und den Heilungsprozess physisch wie mental schmerzvoll gestaltet. Ein starkes Vertrauen
kann dagegen zu Entschlusskraft, positivem Denken und Zuversicht führen und letztlich die Heilung beschleunigen.
Aspekte des Vertrauens in der Rehabilitation. Damit Sie die
Zeit der Rehabilitation bestmöglich nutzen können, müssen Sie in die einzelnen Aspekten Ihrer Heilung Vertrauen haben. Zunächst müssen Sie der Behandlungsmethode Ihres Physiotherapeuten vertrauen. Stellen
Sie sich dazu eine einfache Frage: „Glaube ich daran, dass ich durch diese Behandlung vollständig und so schnell wie möglich wieder gesund werde?“ Wenn Sie diese Frage nicht bejahen können, sollten Sie mit
Ihrem Sportmediziner sprechen, der Sie eventuell von der Effektivität der Therapie überzeugen kann, oder einen anderen Arzt aufsuchen, dem Sie dann vertrauen. Außerdem müssen Sie Ihr Vertrauen in die
eigenen körperlichen Kräfte wieder aufbauen. Wer sich verletzt, bezweifelt womöglich, dass das betroffene Körperteil jemals wieder den Anforderungen des Leistungssports standhalten kann. Wer gesund ist,
stellt das Vertrauen ins eigene physische Leistungsvermögen tagtäglich auf die Probe und stärkt es. Eine Verletzung hingegen zeigt, dass der Körper möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, diesen
Anforderungen zu entsprechen. Während der Rehabilitation sollten Sie täglich das Vertrauen in Ihre körperlichen Kräfte stärken, weil Sie sich in dieser Phase wieder einmal beweisen können, dass Ihr
Körper für sich selbst sorgen kann, auch wenn er unter dem physischen Stress des Triathlons steht. Stellt sich im Verlauf der Heilung die gewohnte Funktionsfähigkeit wieder ein, sollte sich im Idealfall auch
das Vertrauen in Ihren Körper Schritt für Schritt verbessern, bis Sie nicht mehr den geringsten Zweifel daran haben, Ihre frühere Form wiedergewinnen zu können. Dieses Vertrauen lässt sich stärken, indem Sie
während der Rehabilitation so aktiv wie möglich bleiben und alle Fortschritte, die Sie im Heilungsprozess erzielen, bewusst wahrnehmen. Die letzte mentale Hürde, die Sie nehmen müssen, ist,
wieder darauf zu vertrauen, dass Ihre Leistungen mindestens das gleiche Niveau wie vor der Verletzung erreichen können. Dieses Vertrauen in einen erfolgreichen Wiedereinstieg bedeutet, davon überzeugt zu
sein, dass das verletzte Körperteil vollständig verheilt und dass man physisch wie mental für die Härten des Trainings und Wettkampfs bereit ist. Dieses Vertrauen in den Wiedereinstieg erwächst aus dem
anhaltenden Vertrauen in die Therapie und in die eigenen körperlichen Heilungskräfte, die durch ein aufbauendes und erfolgreiches Rehabilitationsprogramm verstärkt werden. Unterstützt wird dieser Prozess,
indem man die körperliche Fitness und die technischen Fertigkeiten während der Rehabilitation erhält und mentale Trainingstechniken einsetzt, um die eigene Psyche wach und konzentriert zu halten. Auch
bildhafte Vorstellungen vom Verlauf der Rehabilitation und der Wiederaufnahme des Triathlons, die konsequent und in Anlehnung an den täglichen Fortschritt durchgeführt werden, bauen das Vertrauen
schrittweise auf und sorgen für einen möglichst geringen Leistungsschwund.
Die Rehabilitation des ‚Vertrauensmuskels‘.
Man kann sich das Vertrauen wie einen Muskel vorstellen, der wie das verletzte Körperteil beschädigt wurde. Ein verletzter
Vertrauensmuskel äußert sich in Form von negativen Gedanken, Gefühlen und einer ungünstigen Physiologie, die allesamt Ihren Wiedereinstieg in den Triathlon behindern können. Wenn Sie jedoch Ihren
Vertrauensmuskel ebenfalls einer ‚Therapie‘ unterziehen, wird dieser gemeinsam mit Ihrem Körper heilen und wieder fit werden.Die in Kapitel 4 vorgeschlagenen Strategien zur Steigerung Ihrer körperlichen
Leistungsfähigkeit lassen sich auch zur Rehabilitierung Ihres Selbstvertrauens einsetzen. Fassen Sie Verletzungen als eine Art Widrigkeit auf, lassen Sie sich durch Familienangehörige, Freunde und
Trainingspartner unterstützen, und würdigen Sie auch die kleinen Erfolge, um Ihr Vertrauen in die Therapie aufzubauen. Dabei helfen etwa das positive Selbstgespräch und die entsprechende Körpersprache,
Vertrauen aufbauende Schlagworte, optimistisches Denken und mentale Vorstellungen, in denen Sie sehen und fühlen können, wie Sie gesünder und stärker werden. Auszug aus dem Buch Mentales Training für Triathleten...
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