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Sportbücher für Anspruchsvolle |
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Selbsthilfe bei Übergewicht: Dauerhaft abnehmen So kommen Sie in Schwung GEHEIME TRIATHLONTRÄUME
Meiner Meinung nach sollte nicht jeder Mensch Triathlon machen. Viele sehen auch einfach keinen Reiz darin, und das ist vollkommen okay. Ich verstehe nur zu
gut, dass es nicht jedermanns Vorstellung von Spaß ist, den Tag mit einem Sprung ins eiskalte Nass zu beginnen, gefolgt von Stunden, in denen man friert, sich die Haut aufscheuert, schwitzt, Blasen bekommt
und sich völlig verausgabt. Nicht, dass ein Wettkampf unbedingt so sein muss, aber wenn Sie denken, dass es ungefähr so sein dürfte, haben Sie nicht ganz unrecht. Ich möchte nicht, dass sich Menschen mit
ernsthaften gesundheitlichen Problemen selbst in Gefahr bringen. Ich möchte nur die geheimen Triathlonträume in Menschen wie mir wecken, die niemals geglaubt hätten, dass sie so etwas tun wollen würden – bis
jemand sie auf den Geschmack brachte. Ich wusste nicht, dass ich geheime Triathlonträume in mir hatte, aber genauso war es – und dies ist meine Geschichte. Sie denken vielleicht, es wäre
entmutigend oder deprimierend, als 110-Kilo-Frau mit dem Triathlontraining anzufangen, so wie ich es im Herbst 2001 getan habe. Aber verglichen mit dem, was ich vorher durchgemacht hatte, war ich ziemlich
optimistisch und voller Vorfreude. Auf den nächsten paar Seiten werde ich Ihnen erzählen, wie unwahrscheinlich es war, dass ich je mit dem Training für einen Triathlon anfangen würde, ganz abgesehen davon,
mich zu passablen Wettkampfergebnissen vorzuarbeiten. Es gibt wahrscheinlich Tausende von Menschen, die auf ihrem Weg in die Welt des Triathlons viel größere körperliche und mentale
Herausforderungen bewältigt haben, als ich je auf mich nehmen werde. Vor jedem von ihnen ziehe ich meine schweißgetränkte Laufmütze. Ich weiß, wie schwer es für mich war, bis zum Start zu kommen, und dabei
hatte ich gerade mal ein paar läppische Durchschnittsproblemchen zu bewältigen – aber eben auch einige Vorteile, die mir halfen, mit den Schwierigkeiten fertig zu werden. Schließlich war ich bloß fettleibig
und völlig unfit, litt an diversen Verletzungen und hatte meine besten Jahre bald hinter mir. |
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DIE DÜSTERE ZEITIn einem Büro zu arbeiten und auch noch viele
Überstunden zu machen, ist der beste Weg, schnell dick zu werden, vor allem, wenn man ohnehin gern und viel isst. Zwar war ich schon immer recht stämmig gewesen, aber nach vier Jahren Bürojob und all den
Cheeseburgern in der Mittagspause wurde ich zusehends runder und bekam vom stundenlangen Hantieren mit Maus und Tastatur allerlei lästige Hand-, Arm- und Schulterschmerzen. Im Sommer 1999 wurde ich 35 Jahre
alt und war das krasse Gegenteil einer Triathletin. Nach einer Schulteroperation war ich mehrere Wochen wegen einer Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk krankgeschrieben. Deshalb konnte ich auch nicht Rad
fahren oder schwimmen, und nach zwei Jahren chronischer Schmerzen hatte ich mir jegliche sportliche Betätigung nahezu abgewöhnt. Wer aber oft zu Hause herumsitzt, nicht im Garten arbeiten, Gitarre spielen
oder auch nur längere Zeit ein Buch halten kann, läuft Gefahr, sich zu langweilen oder depressiv zu werden. Und wenn Sie auch nur einen Funken Ähnlichkeit mit mir haben, legen Langeweile und Depression bei
Ihnen ruckzuck einen Schalter um und lösen einen unersättlichen Drang aus, Süßigkeiten zu vernichten. Auf diese Weise hatte ich mich auf 269 Pfund hochgearbeitet. Allmählich drohten mir
in den Kleiderläden nicht mal mehr die größten Übergrößen zu passen. Alle meine Hosen waren dehnbar, darüber flatterte ein labberiges T-Shirt. Ich bin 1,75 Meter groß und schon immer recht muskulös gewesen,
so dass man mir mein wahres Gewicht nie ansah. Das ist aber nur eine nette Umschreibung für: „Naja, du bist zwar ganz schön dick, aber so
dick siehst du auch wieder nicht aus.“ Doch es stimmt, ich war so dick. Ich habe mich dazu gezwungen, Fotos aus dieser Zeit aufzubewahren. Ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Datum, aber
eines Tages im Juni 1999 beschloss ich, dass ich so nicht weitermachen könnte. Ich musste lernen, mich vernünftig zu ernähren, um wieder ein gesünderes Gewicht zu erzielen, meinen Elan zurückzugewinnen und –
ganz wichtig – dann auch so zu bleiben. Mir wurde klar, dass ich etwas ändern musste, wenn ich nicht bald die magische Marke von 300 Pfund knacken wollte. Und wer weiß, wie lange das so weitergehen könnte
ohne ernsthafte gesundheitliche Schäden? Ich fasste den Entschluss, mehr Zeit außer Haus zu verbringen, abzunehmen und fitter zu werden – und das war der Auftakt zu meinem Leben als Triathlonschnecke.
Auszug aus dem Buch So kommen Sie in Schwung: Triathlon für Couchpotatoes. zurück
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