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Boston Run – Der Marathon-Thriller
Brian Harding war immer ein guter Sportler – aber niemals ein herausragender! Der Boston-Marathon ist erst sein zweiter Start über die 42-Kilometer-Distanz, doch Brian weiß, dass er heute gewinnen wird.
Ein neues Dopingmittel verleiht seinem Körper ein Mehrfaches des normalen Leistungsvermögens. Die Substanz baut sich während des Laufs ab, so dass sie
nach dem Überqueren der Ziellinie nicht mehr nachweisbar sein wird. Ein scheinbar perfekter Plan. Doch außer der Siegprämie von 150.000 Dollar wartet bereits der Geheimdienst NSA auf Brian. Die Formel
dieses neuen Dopingmittels ist immens wertvoll, und die NSA-Einsatzleiterin Rachel Parker weiß, dass sie an Brians Blut gelangen muss, bevor er auf die Zielgerade einbiegt. – Die Jagd ist eröffnet.
_______________________________________________ ... Brian, alias Fred Longer, schaute sich um und sah das Motorrad mit Fahrer und Sozius schnell auf sich zukommen. Seinem ersten Impuls folgend lief er schneller. Doch
Brian wusste, dass er diesmal nicht durch Schnelligkeit oder Ausdauer entkommen konnte. Doch wie sollte er das Problem lösen? »Scott, unser Geheimtipp begibt sich scheinbar wieder auf Aufholjagd. Und das mit einem Zwischenspurt, den wir ihm wahrlich nicht mehr zugetraut haben!«»Obwohl wir seit heute vorsichtig geworden sind, Justyna, jemanden zu unterschätzen! Fred Longer belehrt uns ein ums andere Mal eines Besseren!« »Tatsächlich, nur noch
wenige Meter trennen ihn davon, wieder zur Spitze aufzuschließen. Bill, was meinen Sie? Wird uns der Mann mit der Nummer 368 erneut überraschen?« »
Im Marathon-Lauf ist vieles möglich, Justyna. Ich glaube …« »Entschuldigung, Bill! Wir haben scheinbar einen weiteren Zwischenfall! Diese Motorrad-Cam hat es offensichtlich auf Longer
abgesehen …« Richard Brunner versuchte, so dicht wie möglich an Longer heranzukommen, um Mike in eine gute Position zu bringen. Mike saß nicht rücklings auf dem
Sozius, wie es sich für einen echten Kameramann gehört hätte. Er gab nicht einmal mehr vor zu filmen. Stattdessen beugte er seinen Oberkörper weit auf die linke Seite und benutzte die Kamera als
Gegengewicht. Er brauchte Spielraum, um mit der Punktiernadel auszuholen. Gleichzeitig wollte er Richard dabei nicht verletzen. Longer lief vor ihnen auf der linken Straßenseite. Für die beiden Agenten sah
es so aus, als versuchte er die rettende Deckung zwischen den anderen Läufern der Spitzengruppe zu erreichen. Doch wie jeder gute Motorradfahrer konnte Richard abschätzen, dass sie den Läufer einholen
würden, bevor er sich ihrem Zugriff entziehen konnte. Richard lehnte sich ein wenig mehr nach rechts, um Mike noch mehr Bewegungsfreiheit zu geben. Der hob die Nadel und war längst bereit. Sie waren schon
ganz nah … |