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Susanne Storck
Autorin des Buches ABGEFAHREN: Auf dem Rad durch Deutschland – mit wenig Geld und viel Gepäck

Susanne Storck, geboren 1964 in Nordhausen, wuchs in Thüringen auf. Sie erlernte den Beruf einer Betonwerkerin und studierte Philosophie in Jena. Sie war in verschiedenen Berufen tätig, unter anderem als freie Journalistin beim Rundfunk, in einer Jugendeinrichtung und in einem soziokulturellen Zentrum. Seit vielen Jahren ist sie Tageszeitungs-Redakteurin bei der WAZ Mediengruppe.

„ABGEFAHREN: Auf dem Rad durch Deutschland – mit wenig Geld und viel Gepäck“ ist ihr erstes Buch. Susanne Storck lebt in Mülheim an der Ruhr.

Interview auf rezension.org

Warum wollten Sie Autor werden?

Ich bin heute noch verblüfft, wie viel Gastfreundschaft ich auf meiner Radtour erlebte. Das hätte ich in Deutschland nicht für möglich gehalten. Ich wollte vielen Menschen von meinem Abenteuer, das voller Überraschungen war, schreibend erzählen.

Wie sind Sie dazu gekommen?

Ich arbeite als Redakteuin bei einer Tageszeitung, schreibe fast jeden Tag. Da war, nachdem ich so viel erlebt hatte, schnell der Wunsch gereift, meine Reiseerlebnisse aufzuschreiben und zu veröffentlichen.

Was sind Ihre sonstigen Hobbies?
Ich habe keine klassischen Hobbies. Ich radle gerne, treffe Freunde, die ich hin und wieder auch mal bekoche, bin gerne in der Natur, verwandle im Frühjahr und Sommer meinen Balkon in ein buntes Fleckchen Erde.

Was war ihre interessanteste Erfahrung als Autor?

Der Moment, mein erstes Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten, war magisch. Den werde ich nicht vergessen. Und ich bereite anderen Menschen Lesevergnügen, das finde ich toll.

Warum sollte man das Buch unbedingt lesen? Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an diesem Buch?

Der Alltag bietet jede Menge Abenteuer, man muss sich nur darauf einlassen. Dafür braucht es keine üppig gefüllte Reisekasse. Mit einfachsten Mittel habe ich eine tolle Zeit erlebt. Es ist beispielsweise eben nicht selbstverständlich, ohne Zelt loszuradeln, morgens nicht zu wissen, wo man abends ankommt und nachts auch unter freiem Himmel zu schlafen. Unterm Strich stand die Erkenntnis: Wer Ballast abwirft, wird reich beschenkt.

Wie sind Sie beim Schreiben vorgegangen?

Entsprechend meines Reiseverlaufs habe ich chronologisch Kapitel für Kapitel geschrieben. Als Gedächtnisstütze diente mir mein Reisetagebuch.

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Das Leben bietet sie.

Haben Sie das Cover selbst gestaltet?

Das Cover hat meine Verlegerin Nicole Luzar ganz wunderbar gezaubert. Sie bezog mich aber in alle Entwürfe ein, was ich als sehr angenehm empfand.

Was können Sie anderen, jungen Autoren als Tipp an die Hand geben?

An sich und sein Buchprojekt glauben. Einen langen Atem haben und nicht aufgeben bei der Suche nach einem Verlag – einem seriösen Verlag.

zum vollständigen Interview

Foto: Kurt Michelis

Foto: Roland Vitt

Susanne Storck liest auf dem Weingut Helde in Jechtingen. Foto: Roland Vitt

 

Fotobericht und Interview
vom 14.10.2011 auf
www.DerWesten.de

Die Mülheimer Redakteurin Susanne Storck ist 2716 Kilometer lang gen Süddeutschland geradelt, und zwar „mit wenig Geld und viel Gepäck“. NRZ-Redakteur Nikolaos Georgakis sprach mit ihr über die meditative Kraft des sich Abstrampelns.

Andere buchen ein Wellness-Wochenende, Susanne Storck hat auf Feldern gearbeitet, bei einem Ziegenzüchter den Stall gefegt und unter freiem Himmel übernachtet. Die Mülheimer Redakteurin hat ihren eigenen Weg gesucht, um dem Hamsterrad Alltag zu entkommen: Sie, die sich vorher nie etwas aus Sport gemacht hat, ist 2716 Kilometer lang gen Süddeutschland geradelt, und zwar „mit wenig Geld und viel Gepäck“.

NRZ-Redakteur Nikolaos Georgakis sprach mit ihr über die meditative Kraft des sich Abstrampelns,  die teuersten Momente des Lebens und das Gefühl, auf das Wohlwollen anderer angewiesen zu sein.

Mit Verlaub, Frau Storck, ich glaube Ihnen kein Wort.

Wieso?

Weil Sie in ihrem Buch behaupten, Ihre Reise sei keine Sinnsuche gewesen?

War sie auch nicht.

Aber als Sie wieder zu Hause waren, haben Sie erst mal Ihr Leben geändert. Zuallererst sogar Ihre Liebe in die Wüste geschickt?

Nicht nur. Ich kündigte später auch Freundschaften, die teilweise schon Risse hatten. Die Reise hat etwas mit mir gemacht, ja. Aber vorher war ich definitiv nicht auf einem Selbstfindungstrip.

Auf welchem Trip waren Sie denn?

Ich wollte einfach mal aus dem Hamsterrad raus. Jahr über Jahr funktioniert man in seinem Job, hetzt, rast und rennt doch nur der Zeit hinterher. Diese Reise war meine Art, die Reißleine zu ziehen, bevor es zu spät ist. Ich wollte einfach mal in den Tag hineinleben, gucken was passiert, für mich sein.

mehr
 

Online-Bericht in der Badischen Zeitung

 

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